Blattgold Perlen | Fimo & Knete

Hallöchen ihr Lieben!

Endlich habe ich es geschafft, euch den lange erwarteten Blogbeitrag hochzuladen, in dem ich euch zeigen möchte, wie ich diese Fimo Perlen hier gemacht habe.

Als kleine Entschuldigung, dass ihr so lange darauf warten musstet, habe ich mir eine kleine Überraschung überlegt. Und zwar möchte ich gerne eine kleine Fimo Serie starten. Da ich einen ganzen Haufen Perlen gemacht habe und immer schön mitgeknipst habe, kann ich euch so verschiedene Techniken erklären.

Wusstet ihr, dass ich mal eine Phase hatte, in der ich Stundenlang Fimo Perlen gerollt habe, mir neue Muster ausgedacht habe und Techniken ausprobiert habe? Es gibt nämlich so unendlich viele Möglichkeiten, Fimo zu benutzen. Deswegen stelle ich euch heute eine Grundlage vor.

In den weiteren Blogposts, die ich immer mal wieder hochladen werde, zeige ich euch außerdem die Grundtechnik, wie man eine „Cane“ herstellt. Also ein Muster, z.B. ein Geflecht oder eine Blume. Diese Formt man in einer langen Wurst und schneidet davon Scheiben ab. Diese Scheiben haben z.B. alle eine Blume als Muster und werden auf eine Perle gelegt.

Außerdem zeige ich euch, wie eine Mokume Cane und Mica Shift funktioniert und wie man Fimo Transparent und Effekt benutzt.

Eine Grundtechnik, die man für fast alles benötigt, ist ein

Farbverlauf

Hier habe ich eigentlich nur einen Farbverlauf gemacht, weil ich ein zartes Rosa erzielen wollte. Um eine neue Farbe zu mischen, kann man einen Farbverlauf erstellen, oder einfach so lange beide Farben zusammen kneten, bis man die neue Farbe erhält.

Ich arbeite hierbei lieber mit einem Farbverlauf, alleine schon deswegen, weil ich mir die Entstehung so gerne anschaue. Fangen wir also an.

Habt ihr euer Material?

Ihr braucht:

Fimo in euren gewünschten Farben ( bei mir pink und weiß, damit ich rosa bekomme )

eine Nudelmaschine zum ausrollen ( ein Teigroller geht auch, dauert aber viel viel länger. Die Nudelmaschine bekommt ihr auch gut wieder sauber, wenn ihr nur die vordere Walze benutzt.)

eine Cutter Klinge

eine Unterlage für den Tisch

Looooooooooooooos geht´s! 🙂

Zuerst schneidet ihr euch ein bischen von eurem Fimo ab, schätzt einfach mal ab, wie viel ihr braucht. Ich habe ca 1/4 Block von jeder Farbe genommen. Nun rollt ihr beide Farben erstmal einzeln durch die Nudelmaschine, auf der dicksten Stufe ( bei mir Stufe 7 ). Jetzt legt ihr beide Platten vor euch nebeneinander. Jetzt soll eine Platte die andere um ca 2-3 cm überlappen. Welche Farbe dabei oben liegt ist ganz egal. Drückt die Platten fest und rollt sie zusammen durch die Nudelplatte. Allerdings eine Stufe kleiner, als zuvor, damit sich alles schön zusammen fügt. Wenn ihr solche Ränder habt wie ich und alles etwas bröselig aussieht, ist das gar nicht schlimm. Das wird alles noch ganz geschmeidig :).

Nun klappt ihr die Platte in der Mitte zusammen und zwar von oben nach unten. Hierbei liegt also Pink auf Pink und weiß auf weiß. Jetzt lasst ihr sie nochmal durch die Maschine, wieder eine Nummer kleiner. Allerdings müsst ihr darauf achten, dass die Öffnung oben liegt und das geschlossene Ende als erstes in die Maschine kommt, sonst gibt es Blasen.

Dadurch, dass die Farben aufeinander gedrückt werden, vermischen sie sich irgendwann. Diesen Vorgang wiederholt ihr mehrmals. Zusammen klappen, durchrollen, zusammen klappen, durch rollen. Allerdings alles auf der gleichen Stufe der Maschine!
Nach ein paar Wiederholungen, könnt ihr dann eigentlich schon deutliche Fortschritte sehen und ein Farbverlauf wird deutlich.

Wie ihr seht zieht das weiß sich rüber ins Pink. Dadurch und durch die immer wieder überlappenden Farben vermischt sich alles. Je mehr ihr den Vorgang wiederholt, desto feiner wird der Verlauf.

Ihr könnt auch einfach mal die Enden einklappen, dann wieder oben und unten zusammen klappen und wieder durchrollen. Seht ihr, wie es sich schon verändert hat?

Tataaa: Der perfekte Farbverlauf!

Jetzt habe ich die Platte der Länge nach in die Maschine getan und ein paar Stufen dünner nochmal längs ausgerollt. Hier wird allerdings nichts zusammen geklappt, sonst zerstört ihr ja den Farbverlauf 🙂 Einfach Pink zuerst rein, durchrollen, bis am Ende weiß kommt und ihr habt einen langen Verlauf.

Diesen könnt ihr jetzt für etliche Projekte weiter verwenden. Im Kühlschrank könnt ihr in übrigens aufheben, bis euch ein passendes Projekt eingefallen ist!

Ich habe meinen jetzt zusammen gecrasht und ein bisschen geknetet, zwischen durch kreuz und quer durch die Maschine, bis ich die neue Farbe hatte!

Jetzt habe ich mir eine viereckige Platte ausgerollt und zurecht geschnitten. Anschließend habe ich sie in gleich große Stücke geteilt, damit meine Perlen nachher auch gleich groß werden.

Die Teile die ich rechts oben liegen habe, werden übrigens nicht weg geschmissen! Den bei Fimo schmeißt man nicht weg! Wenn eine andere Farbe heraus kommt oder ihr etwas komplett versaut, knüllt alles zu einem Brocken und hebt es im Kühlschrank auf. Das könnte euer Innenleben für die nächsten Perlen geben! Dazu erzähle ich euch ja dann demnächst mehr! 🙂

So, jetzt habe ich also alle vierecke kurz geknetet und dann zu einer Kugel geformt. Jetzt kommt das Blattgold zum Einsatz!

Da geht ihr einfach vorsichtig mit dem Finger dran und löst etwas vom Papier, drückt es an verschiedenen Stellen auf die Perle und rollt es nochmal fest!

Fertig! Jetzt braucht die Perle natürlich noch ein Loch. Nehmt dazu eine Nadel und stecht mittig hindurch. Kurz vorher könnt ihr sie in den Kühlschrank legen, damit sie fest wird und sich nicht so leicht in euren warmen Händen verformt.

Am besten backt ihr sie dann nach Anleitung auf der Verpackung. Hierzu dürfen die Perlen aber nicht am Backblech aufliegen, sonst gibt es datschen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Perlen zu backen. Entweder, ihr legt sie in einen Pappteller mit Mehl, oder ihr spießt sie auf. Dazu könnt ihr mehrere Perlen auf z.B. eine Stricknadel aufspießen. Diese Spieße legt ihr dann auf kleine Kartons, dann „hängen“ sie in der Luft und können schön backen.

Anschließend habe ich die Perlen vom Mehl befreit und mit Klarlack zum Sprühen lackiert. Da glänzen sie besonders schön.

Auf die gleiche Weise habe ich übrigens auch diese Perlen gemacht. Hier habe ich allerdings die neu gemischte Farbe ausgerollt und ein ganzes Blatt Blattgold darauf gelegt. Dann erst habe ich die Vierecke geschnitten und die Perlen gerollt.

Wie gefällt euch die Anleitung? Ist gar nicht so schwer, oder?

Wenn ihr möchtet, zeige ich euch beim nächsten Fimo Beitrag, wie ihr Zupfperlen selber macht! Die mag ich ja total gerne. Man muss sie auf keinen Fall so bunt machen, aber das hat mir einfach so gut gefallen :).



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