Ein ganz besonderer Kurs… | Floristik

Halli Hallo ihr Lieben!

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, wie ich den Blogbeitrag heute beginnen soll. Mir schwirren einfach so viele Gedanken im Kopf herum, dieser Platzt vor Ideen und ich muss erstmal alles verarbeiten. Deswegen hatte ich eigentlich geplant, den Blogbeitrag erst nächste Woche zu schreiben. Allerdings habe ich bis dahin wahrscheinlich einiges vergessen und habe auch nicht die Euphorie, die im Moment noch meinen Körper völlig unter Kontrolle hat. Deswegen schreibe ich heute! 😀

Wie einige von euch wissen, habe ich von meinem Chef zur bestandenen Prüfung einen Lehrgang bei Anette Kamping geschenkt bekommen. Das war immer so ein großer Wunsch von mir und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie aufgeregt ich war, unter Anettes Anleitung, Ideen und Hilfestellung zu arbeiten.

Das Thema ließ mich anfangs allerdings relativ kalt. Allerheiligen und Trauerfloristik. Wenn ich ehrlich bin, war Allerheiligen immer die Zeit im Jahr, auf die ich keine Lust hatte. Natürlich, Blumen spenden Trost, gerade in der Zeit, in der man geliebten Menschen gedenkt. Jeder möchte jemandem, den er verloren hat mit Blumen gedenken, in dem er ein Gesteck oder einen Strauß auf das Grab stellt. Doch gerade das finde ich extrem schwierig, in so einer dunklen, Trostlosen Zeit im Winter möglich zu machen.

Der goldene Herbst, meine Lieblingsjahreszeit ist dann rum und Weihnachten kommt erst noch. Allerheiligen ist im November, da ist es kalt, regnet viel und alles erscheint irgendwie leer und leblos. Ein kalter Übergang.

Jedoch habe ich bei Anette am Lehrgang gelernt, auch diese Zeit Blumig zu gestalten, bestimmte Objekte kennen gelernt und Techniken ausprobiert, mit denen man seine Kunden unterstützen kann, ihren geliebten Menschen zu Gedenken, die leider schon die ewige Ruhe gefunden haben.

Und soll ich euch mal etwas sagen? Das Allerheiligen, was als nächstes kommt, ist insgesamt mein 4. als Floristin und das erste, auf das ich mich wirklich freue.

Ich freue mich darauf, Menschen mit meinen Blumigen Objekten und Gestecken unterstützen zu können, in einer schwierigen Zeit. Ich freue mich, die erlernten Techniken anwenden zu können und eventuell sogar etwas ganz neues daraus zu entwickeln.

 


 

Als ich im Blumenwerk ankam, wurde ich sofort wie alle anderen auch, ganz herzlich von Anette und ihrem tollen Team empfangen. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause. Viele der anderen Mädels kannten sich schon, da dies nicht ihr erster Kurs war. Zum Glück waren alle total lieb und lustig drauf, sodass ich gleich die anfängliche Aufregung verlor.

Schon als ich meine Taschen weg brachte, blieb ich in jeder Ecke stehen und schaute mir sämtliche Objekte an. In jeder Ecke gab es etwas zu sehen. Ob es ein Bild war, ein Objekt, ein kleiner Drahtvogel oder die Werkstoffe, die für den Workshop ausgesucht worden sind.

( Floristik von Anette Kamping )

 

Bei jedem Teil sagte ich mir: Oh, das möchte ich auch können!

Als es dann losging, überraschte es mich gar nicht, das die paar Stunden Theorie, überhaupt nicht langweilig waren. Wir starteten mit Trauerfloristik und Anette schaffte es, in dieser Zeit jeden davon zu begeistern. Sei es „nur“ mit dem Werkstück oder ihrer unglaublich tollen und ruhigen Art, Sachen zu erklären. Während sie die Werkstücke erklärte, arbeitete ihre Kollegin Marliese sie aus.

So konnten wir gleich sehen, wie die Werkstücke dekoriert aussahen.


Als es dann endlich los ging, hatte ich mich relativ schnell entschieden, was ich als erstes machen wollte. Zwar gab es viele rustikale Sachen mit Holz,  was ich ja am liebsten mache, doch ich entschied mich für etwas komplett anderes. Ein Kranz aus Palminfasern und Skelettonblättern ( die ich überhaupt nicht ausstehen kann ), entstand. Dieser wurde komplett mit Schnittblumen geklebt.

Beides waren neue Techniken für mich und ich fand es aufregend, etwas neues auszuprobieren, was ja eigentlich überhaupt nicht mein Stil ist.

Ich bin super zufrieden damit und sogar dem Findus gefällt es 😀

 

Als nächstes arbeitete ich einen Kranz aus geschälter Weide. Von diesem gibt es allerdings noch keine Bilder, da ich ihn erst auf Gewindestangen anbringen muss. Auch hierbei habe ich eine ganz tolle, vielseitige Flechttechnik gelernt, die ich gerne wieder anwenden möchte.


Nach diesem Tag saßen wir abends noch kurz zusammen und fuhren dann in unsere Hotels, wo wir uns noch mit ein paar Mädels trafen und gemeinsam aßen.

Lustigerweise konnte ich bis halb zwei Nachts nicht einschlafen, weil ich noch viel aufgeregter war als zuvor. Ich hatte so viele Ideen im Kopf und wollte schon gleich wieder weiter arbeiten. Außerdem war ich sehr gespannt, was uns zum Thema Allerheiligen erwarten würde.


 

Am Dienstag war ich dann um 8 Uhr in der Werkstatt. Offizieller beginn war um 9 Uhr, doch so hatte ich noch genügend Zeit, meinen Kranz fertig zu arbeiten. Dann ging es weiter mit Theorie und wir wurden wieder von vielen tollen, wandelbaren Werkstücken überrascht.

Diesmal konnte ich mich nicht wirklich entscheiden, mit was ich anfangen sollte. Ich arbeitete viele Objekte, dekorierte sie allerdings nicht aus. So konnte ich so viele Techniken wie möglich ausprobieren.

Wir machten schöne Matschepampe mit Holzleim, arbeiteten mit Farbe, Draht, verschiedenen Werkstoffen und natürlich durfte auch mein Lieblingsmaterial Filz nicht fehlen.

Dieses Objekt nennt sich japanisches Auge und ist eindeutig mein Lieblingsteil, weil es einfach total einzigartig ist.

Eine Ableitung aus diesem Objekt, ist bei diesem Korb hier entstanden. Dieser war nicht Teil des Workshops, sondern ist mir so nebenbei noch eingefallen. Ich finde den Korb toll und weiß auch schon, was ich beim nächsten Mal besser machen kann.

Ein anderes tolles Teil ist dieses Herz hier, welches man zu Allerheiligen, Trauerfällen und Hochzeiten benutzen kann. Man kann es sich allerdings auch einfach vor die Haustür stellen, ein Blickfang ist es auf jeden Fall.


Dort, wo ich allerdings fast noch am  meisten Zeit verbracht hatte, war Anettes Garten. Dieser ist eine Ruhe Oase und aufregend zugleich. Hier bin ich auf Streifzug gegangen, habe in jeder Ecke ein anders Objekt gefunden und neue Sachen entdeckt. Hier habe ich gesessen, meinen Drahtvogel in aller Seelen Ruhe gearbeitet und einfach mal abgeschaltet. Vielleicht hört es sich schnulzig an, denn ich hatte auch nicht gedacht, dass so etwas geht, doch hier drin, vergisst du wirklich alles!

Floristik Anette Kamping

Floristik Anette Kamping.

 


 

Voller Tatendrang und dem Kopf fast platzend vor Ideen bin ich dann nach Hause gefahren, hatte noch ein sehr nettes Gespräch, bezüglich Wettkämpfe und Lehrgänge mit Anette und freue mich, jetzt meine ganzen Ideen verwirklichen zu können.

 

Liebe Anette, Liebe Marlies, Liebe Chrissy, Liebe Marliese,…

Es war so ein wunderschönes Erlebnis bei euch! Ich habe so viel gelernt, wurde so nett aufgenommen und werde auf jeden Fall wieder kommen! Es war alles besonders. Die Gastfreundlichkeit und die Ideen von Anette, die Hilfe bei der Umsetzung von Marliese, Chrissy und Anette und die super herzliche Art von Marlies. Es hat sich angefühlt, als wäre man in einer großen Familie aufgenommen wurde und es war so schade, dass der Kurs “ Nur “ über zwei Tage ging. Es gab ordentlich Input, es war eine gelassene, lustige Atmosphäre, wobei jeder jedem Half und man sich mit euch über alles unterhalten konnte. Vielen Dank auch Anette über das nette Gespräch, was wir noch im Keller geführt hatten. Das hat mir wirklich sehr viel weiter geholfen!

 


 

Ich kann jedem von euch nur empfehlen, einen Lehrgang im Blumenwerk zu machen. Es wird sich mehr als Lohnen. Du lernst Sachen fürs Leben, was du immer wieder anwenden kannst und das ist wirklich unheimlich viel wert. Auch ich bin schon am Sparen, denn ich möchte 2019 gerne den Weidenkurs und den Drahtkurs machen, den Weihnachtskurs und ja… am liebsten alles 😀

Wer sich für einen Kurs interessiert, kommt hier zum Kursprogramm: Kurse 2018

 

Ich habe ein bisschen das Gefühl, das ich mit meinem Beitrag dem Kurs nicht wirklich gerecht werden konnte. Ich ordne immer noch alles in meinem Kopf und kann alle Erlebnisse nicht wirklich in Worte fassen. Ich hoffe ich konnte euch trotzdem ungefähr ein Bild davon machen.

Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Tag ihr Lieben!

Ganz liebe Grüße, Rebecca 🙂

 


Alle Ideen stammen von Anette  Kamping!

Gefällt dir? Dann teile den Post gerne.

2 Kommentare bei „Ein ganz besonderer Kurs… | Floristik“

  1. Liebe Rebecca, mit Spannung habe ich Deine Geschichte gelesen. Ich kann dich gut verstehen. Als ich das erste Mal bei Annette war, erging es mir genauso wie dir . Ich war so beeindruckt, dass ich nachts nicht in den Schaf kam. Inzwischen war ich schon 9 mal bei Annette und ich kann dir sagen, es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Es gibt immer wieder noch eine neue Technik zu lernen. Es macht so viel Freude. Ich wünsche dir dein Erlerntes erfolgreich umzusetzen . Habe eine schöne und kreative Zeit. Liebe Grüße Ulrike Schmidt

    1. Vielen Lieben Dank! Ja, mir ging es wie dir. Ich konnte abends auch nicht schlafen, weil ich noch alles verarbeiten musste. Für nächstes Jahr habe ich mir auch schon ein paar Kurse ausgesucht und fange schonmal an zu sparen. Vielleicht sieht man sich ja mal! Liebe Grüße, Rebecca 🙂

Schreibe einen Kommentar