Mein schwierigstes Projekt | Nähen

Kragen

Hallo ihr Lieben.

Heute möchte ich euch gerne ein Projekt zeigen, welches Anfangs vielleicht einfach aussieht, aber alles andere als dies war.

Dieses Projekt hat mir nicht nur Kopfzerbrechen bereitet. Nein, ich habe Haare gerauft, unzählige Nadeln abgebrochen, den Stoff wutentbrannt in die Ecke geschmissen, meine Nähmaschine geschlagen und geflucht, was das Zeug hält.

Bei diesem Projekt sind nicht nur einmal Tränen geflossen. Genau aus diesem Grund, lag dieses UFO auch länger als ein halbes Jahr herum.

Da ich mich allerdings dazu entschlossen, zwei Unvollendete Objekte endlich zu vollenden, grub ich die Jacke wieder aus und es ging gleich so weiter wie damals. Ein riesen Problem war der komplizierte Kragen für mich. Ich habe dabei auch ganz schön gepfuscht, wenn ich ehrlich bin.

Kragen

Ein weiteres Problem war der Ärmelschlitz. Die Anleitung in der Burda Zeitschrift war einfach zu schwierig für mich und da ich nicht wieder so einen Nervenzusammenbruch wie beim letzten Mal bekommen wollte, bastelte ich mir letztendlich alles so zusammen, wie ich es für richtig hielt :D.

Alles richtig gemacht habe ich trotzdem nicht, denn für den Ärmel habe ich noch zwei Bundriegel übrig, bei denen ich nicht wusste, wo ich damit hin sollte.

Ärmel

Was mir allerdings recht leicht gefallen ist, sind die Paspeltaschen, die ich zum ersten Mal gemacht habe. Meiner Meinung nach sind sie ziemlich gut geworden, eigentlich das perfekteste an der ganzen Jacke.
Ein Bild davon sehr ihr dann weiter unten :).

Jetzt bin ich aber zufrieden mit dem Ergebnis. Auch wenn nicht alles so gelaufen ist, bin ich trotzdem stolz auf mich, das ich dieses schwierige Teil fertig gestellt habe und nicht in den Müll oder den Altkleidersack geschmissen habe, wie ich es eigentlich vorhatte.

Klar, es ist nicht so geworden, wie es ursprünglich gewollt war, aber dennoch habe ich ein Unikat erschaffen, welches sonst niemand hat. Und außerdem sieht man mein „Gepfusche“ und die ganzen Fehler gar nicht 😀

Vielleicht ist euch ja schon aufgefallen, das ich eine neue Frisur habe. Ziemlich kurz, für meine Verhältnisse, aber ich hab einfach mal eine Veränderung gebraucht und mag es wirklich gerne. Das einzige, was ich vermisse, ist das ich mir keinen hohen Pferdeschwanz und keinen Dutt mehr machen kann…
Vorne ist es übrigens länger, als hinten. Ein sogenannter „Longbob“.

Fakten

Das Schnittmuster ist aus einer Burda Zeitschrift aus dem Sommer 2017. Den Stoff habe ich vom Stoffmarkt und habe diesen Schon bei dieser Hose hier verwendet.

Zuerst war ich mir unsicher, ob ich wirklich eine Jacke aus diesem dehnbaren Stoff wollte, denn dieser ist ja wirklich nicht unauffällig. Ich bin allerdings froh, das ich es mal gewagt habe 🙂

Zu Fastnacht kann ich ja dann als Schneeleopard gehen und Hose und Jacke zusammen anziehen 😀 Aber da tun mir dann bestimmt die Augen weh… 😀

Naja, wie dem auch sei, ich denke, getrennt kann man die beiden Sachen gut anziehen, jedoch nur zu einfarbigen Sachen kombinieren.

Zum Abschluss kann ich euch wirklich nur auf den Weg geben, auch wenn ihr wirklich am verzweifeln seid und keine Lust mehr habt, schmeißt das Teil nicht weg!

Legt es auf die Seite, vielleicht bleibt es sogar ein Jahr lang liegen. Aber wenn ihr es erneut versucht, dann geht ihr mit neuem Elan daran, wollt euch selbst etwas beweisen. Vielleicht habt ihr bis dahin schon viel anderes genäht, neues gelernt und es fällt euch auf einmal ganz leicht. Dann ist es im Handumdrehen fertig.

Nur bloß nicht komplett aufgeben!

Zum Abschluss lasse ich euch jetzt noch ein paar Bilder von meiner neuen Jacke da.

Ganz liebe Grüße,

eure Rebecca <3

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