Transportdecke nähen | Reiten

Hallo ihr Lieben! Seit Wochen schaffe ich es endlich mal wieder, einen Blogbeitrag zu schreiben.

Das ich so lange keinen geschrieben habe, lag wohl daran, dass ich keinen Computer zur Verfügung hatte. Ich bin ja zu Hause ausgezogen und somit war der PC futsch, denn der gehörte meinen Eltern. Ich habe jetzt den alten Laptop von meinem Freund bekommen und bis ich die ganzen Dateien rüber gezogen hatte, hat es auch etwas gedauert. Zugegeben, die Sims Spiele waren irgendwie wichtiger, die habe ich am Sonntag erstmal alle installiert. 😀

Kennt ihr noch unsere Transportdecke? Da ich von so vielen Leuten darauf angesprochen wurde, stelle ich sie euch heute vor und gebe euch natürlich eine kleine Anleitung dazu.

Ich muss sagen, ich bin stolz wie Bolle darauf. Sie ist viel schöner geworden, als ich es mir vorgestellt hatte und sie passt sogar!

Die Nelke ist übrigens auch ziemlich stolz! 🙂

Fangen wir einfach mal an, mit der Idee.

Die Idee kam mir, als ich den Stoff gefunden habe. Diesen habe ich übrigens von Karstadt. Es ist ein Regenbekleidungsstoff, mit einer Steppung. Es gab ihn in drei Farben und die Decke sollte ursprünglich schwarz werden. Oh ich bin froh, das es blau geworden ist! Ich finde nämlich das es ihr sehr gut steht. Auch das ein Fellimitat an den Hals soll, stand schnell fest. Ich wollte die Decke gerne ähnlich der Eskadron Heritage Kollektion haben. Hätte es den Stoff in Dunkelgrün gegeben, hätte sie wohl eine andere Farbe bekommen.

So aber ist es hellblau geworden und ich habe von dem Stoff ungefähr 2m mitgenommen und ca. 24€ bezahlt . Gebraucht habe ich davon allerdings nicht alles, was mich schon etwas gewundert hatte. Der Stoff war aber auch überbreit.

Das Schnittmuster

Ihr kennt doch noch meine Weihnachtsabschwitzdecke, oder? Wie bei der Abschwitzdecke, bin ich mit der hier genauso vorgegangen. Ich habe mir eine alte Decke genommen, drum herum ausgeschnitten und hatte schonmal die Oberteile für die Decke. Das gleiche nochmal mit dem Futterstoff, einem Fleece. Mehr war es für den Anfang nicht. Ich habe mir das Schnittmuster einfach selbst gemacht.

Das Nähen

Vorgegangen bin ich dann wieder wie bei der anderen Decke und habe die beiden Oberteile an der Rückennaht aneinander genäht. Das gleiche dann mit dem Futter. Als nächstes habe ich beides verbunden und einmal außen herum genäht. Im Prinzip war die Decke jetzt schon fertig, nur noch nicht schön.

Zwischendurch bin ich übrigens um die 20 Mal mit Stoffschere und Nadeln in den Stall gefahren, um eine Anprobe zu machen.

Den Fleece im Widerrist bereich habe ich einfach Pi Mal Daumen zugeschnitten und gehofft, das es halbwegs etwas aussieht. 😀

Die Schnallen

Ohja, wegen den Schnallen bin ich nochmal 100 Mal in den Stall gefahren, um die Position zu bestimmen.

Übrigens war das mit dem Leder überhaupt nicht geplant. Eigentlich wollte ich nur das Gurtband durch die Deckenschnallen ziehen und festnähen, doch natürlich hatte ich nicht darauf geachtet, das die beiden völlig unterschiedliche Größen hatten. Das Gurtband war noch schmaler, als die Hälfte einer Schnalle…. Naja nicht nachgedacht. Ich bezweifle aber auch, dass es so breites Gurtband oder so schmale Schnallen gegeben hätte.

Ich habe mir also Quadrate aus Kunstleder zugeschnitten und zum Dreieck gefaltet. Das Gurtband habe ich dann durch die Schlaufe gefädelt, festgenäht und dann das Leder darüber geschoben und fest genäht. Die Gurte sind also doppelt gesichert.

Um die genaue Länge der Gurte zu haben, bin ich wieder in den Stall gefahren und habe mir den Punkt markiert.

Sicher wäre es einfacher gewesen, die Nähmaschine mit in den Stall zu nehmen, doch leider war es dort schon zu kalt.

Dieser Teil hat mir wirklich am meisten Arbeit gekostet, doch wenn ich das tolle Leder mit dem blau kombiniert sehe, weiß ich das es sich gelohnt hat, die ganze Arbeit.

Leider ist die Qualität der Bilder nicht ganz so top, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich musste sie nämlich aus Facebook raus speichern, da sie beim PC wechsel verloren gegangen sind…. Und ihr wisst ja, was Facebook mit der Bilder Qualität macht. 🙁

Der letzte Schliff

Als letztes musste ich noch das Schrägband anbringen, um die Decke einzufassen. Schrägband annähen mache ich ja mittlerweile liebend gerne, wenn auch nach anfänglichen Schwierigkeiten, doch das Schrägband herstellen war der Horror. Ich musste über 8 Meter Schrägband machen!!!

Ich glaube das ist das einzige, was mich davon abhält, noch so eine Decke zu nähen…. So eine Drecksarbeit war das…

Als nächstes ist jetzt definitiv wieder eine Schabracke dran! Ideen, Stoffe und Kreativität ist da, nur keine Zeit zum nähen. Ich bereite mich nämlich schon auf die nächsten Märkte vor und arbeite gerade an Gemüsebeuteln, doch ich hoffe, das ich bald mal wieder eine Schabracke mit rein schieben kann, denn das geht ja mittlerweile echt schnell. 🙂

Würdet ihr euch auch an so eine Transportdecke trauen? Ich sage euch, es war gar nicht so schwer, wie es vielleicht aussieht. Und vor allem ist für mich mal wieder das wichtigste, das niemand sonst so eine Decke hat! 🙂

Ich lasse euch jetzt wie immer noch ein paar Bilder da.

Liebe Grüße, Rebecca <3

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