Wir bauen einen Hühnerstall

Ein Schritt in Richtung Selbstversorgung

Halli Hallo ihr Lieben!

Heute zeige ich euch endlich unseren neuen Hühnerstall. Ich möchte euch erzählen, wie wir überhaupt auf die Idee kamen, einen Hühnerstall zu bauen, wie wir vorgegangen sind und die Hühner stelle ich euch natürlich auch vor :).

Die Idee dahinter

So, zu allererst mal, der Hühnerstall gehört meiner Schwester, wir haben ihn ihr zum Geburtstag gebaut. Schon seit meine Schwester Miriam klein ist, wünscht sie sich ein befruchtetes Hühnerei, was sie selbst ausbrüten kann. Aber irgendwie hat niemand diesen Wunsch wirklich Ernst genommen. Dieses Jahr im Juli ist sie allerdings 18 Jahre alt geworden und ich wollte ihr diesen Wunsch gerne erfüllen. Also habe ich auch schon überlegt, wie das alles ablaufen könnte. Die Hühner hätten, wenn sie groß genug wären, bei den Pferden im Hühnerstall wohnen können. Das hatte ich schon mit unserem Stallbesitzer abgesprochen.

Das hat aber irgendwie nicht funktioniert. Um befruchtete Eier zu bekommen, war es zu spät im Jahr und außerdem brauchten wir ja auch einen Brutkasten.

Also hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich zu Hause einen Platz für den Hühnerstall gefunden hatte, unsere Eltern zu überreden und mit meinem Freund den Stall zu planen.

Denn wofür braucht man schon einen Brutkasten, wenn man gleich einen ganzen Hühnerstall bauen kann?

Gut, dass mein Freund Zimmermann ist, so war es gar nicht so schwer, den Stall zu bauen.

Zugegeben, er hat ihn fast alleine gebaut und ich habe eigentlich nur im Weg rumgestanden. 😀

Und Fotos habe ich natürlich auch gemacht :D.

Es geht los

Die Vorlage für unseren Hühnerstall sollte dieses Haus hier sein: Hühnerstall.

Alle in der Familie fanden es schön und meine Oma meinte, wir sollen es in rot Streichen, wie ein Schweden Haus. Mein Papa, der gerade von einer Motorradtour aus Schweden kam, war da natürlich gleich dabei. Es sollte also rot werden, mit weißen Leibungen und dunklem Dach. Außerdem sollte es auf Stelzen stehen, sodass die Hühner auch untendrunter wohnen könnten.

Am ersten Tag ( Wir hatten uns extra Urlaub genommen ), fuhren wir zu meinem Freund in die Firma, wo wir das ganze Holz abholten und zuschnitten. Ich bin dort außerdem zum ersten mal Sprinter mit Anhänger gefahren, insgesamt so um die 5 Meter lang ;). Jung, da war ich stolz auf mich :).

Den Hühnerstall bauten wir übrigens nicht bei uns, sondern bei meinem Freund zu Hause. Hier hatten wir das ganze Werkzeug und die Miri konnte nichts davon mitbekommen. Sie war aber ganz schön beleidigt, dass ich die ganze Zeit nicht zu Hause war…

Zu Hause fing ich an die Schalbretter zu streichen, während der Patrick den Grundriss baute. Auf Wunsch von meinem Papa hin, mussten wir das Haus sogar dämmen, was eigentlich nicht unbedingt notwendig ist. Also, Dämmwolle rein ( sogar über Kopf 😀 ), Folie drauf und mit Brettern wieder zugemacht.

Hätte ich den Blogbeitrag geschrieben, sofort nachdem der Stall fertig war, hätte ich euch auch noch die ganzen Fachbegriffe sagen können. Aber mittlerweile habe ich die vergessen und es ist niemand hier, den ich Fragen könnte… 😀

Nachdem das Haus gedämmt war, kam die Stülpschalung drauf, die typisch für Schweden ist. Da wir die Bretter schon vorher gestrichen hatten, konnte man schon erkennen, wie es später einmal aussehen sollte.

Der Grundaufbau war damit fertig

…Jetzt mussten wir das Haus aus der Garage holen… Das war vielleicht ein Akt. Zu Anfang konnten wir das Haus nämlich noch mit „Muskelkraft“ hochheben, jetzt rührte es sich natürlich keinen Millimeter mehr. Deshalb fuhren wir mit dem Buldog ( für die die das nicht kennen: Traktor ) zu mir an die Arbeit, luden den Hubwagen in den Frontlader und fuhren damit unser Haus auf Stelzen heraus.

Man kann schon erkennen, wie es werden soll, oder?

Jetzt folgte der zweite Anstrich, sowie die weißen Leibungen, die jetzt befestigt wurden. Außerdem bauten wir noch den Dachstuhl. Ehrlich gesagt, baute der Paddi den alleine, weil ich mir einen Sonnenstich geholt hatte und im Bett lag…

Der Dachstuhl wurde als Element gebaut, also nicht direkt auf den Stall drauf, sondern so, dass man ihn noch abnehmen konnte. So konnten wir beides getrennt aufladen, da der Buldog nicht hoch genug gehoben hätte, wenn beides schon zusammen gesetzt wäre.

Arbeitsunfall

Leider konnten wir zu diesem Zeitpunkt einen kleinen Arbeitsunfall hatten. Keine Angst, es war nichts schlimmes. Aber wir haben den Morgen im Krankenhaus verbracht und nachdem ich meiner Schwester zum Geburtstag gratuliert hatte, beichtete ich ihr, dass ihr Geschenk nicht fertig werden würde.

Sie rätselte natürlich was wir gebaut hatten, denn der Hühnerstall stand ja nicht zu Hause und sie hatte von alledem noch gar nichts mitbekommen. Ich klärte mit meinem Papa ab, dass sie nach dem Ausflug, denn sie machen wollten an dem Tag, zu uns kommen würden. Meine Schwester wollte natürlich, dass ich mitkam, aber ich musste den Hühnerstall nochmal streichen und konnte nicht mit. Uuuh, da war sie böse.

Als sie dann allerdings den Hühnerstall zum ersten Mal sah, sagte sie gar nichts dazu. Ich glaube, sie hatte gar nicht registriert, was das war.

„Miri, das ist dein Hühnerstall, für deine Hühner, die du bald bekommst.“ Habe ich gesagt und sie war völlig aus dem Häusschen.

Ich hatte schon lange nicht mehr gesehen, dass sie sich so über etwas gefreut hatte und das macht mich natürlich auch sehr glücklich.

Eine Woche später stand das Haus dann bei uns im Garten. Wir bekamen noch Ziegeln geschenkt ( Danke Guido! 🙂 und strichen die Leibungen nochmal. Die Fenster wurden eingesetzt und ein Zaun gesteckt, dann konnte meine Schwester zum ersten Mal das Haus einstreuen und wir holten die Hühner.

Die Hühner

So, dann stelle ich euch jetzt die Bewohner vor 🙂 Miri hat die Hühner so ausgesucht, dass es ein bunter Haufen ist. So können wir alle voneinander unterscheiden.

Frieda

Frieda, Miris Lieblingshuhn und mein Patenkind. Sie ist verdammt neugierig, möchtegern Adler und frech, am zutraulichsten von allen und sitzt sogar bei meiner Schwester auf der Schulter. Außerdem ist sie ein Zwerghuhn und die Beste Freundin von Gloria, denn wir haben sie vom gleichen Besitzer geholt. Sie ist noch zu jung zum Eierlegen.

Daphne

Chefin, Riesenhuhn und irgendwie böse 😀 Vor ihr haben die anderen Hühner Angst. Sie ist sehr scheu, nur nicht wenn es ums Futter geht. Sie hat gleich am Ersten Tag ein Ei gelegt und legt seit dem jeden Tag ein Ei.

Wilma

Hat irgendwie leichten Federausfall, ist sehr lieb und lässt sich auf den Arm nehmen, legt jeden Tag ein kleines braunes Ei  <3

Franziska

Allerschönstes Huhn im Stall. Sie gehört meiner Oma, da diese unbedingt auch eins wollte. Ich habe sie von einem Geflügelhof geholt, wo sie in einem Käfig saß, der 50 x 50 cm groß war. Dort saßen die Hühner zu zweit oder sogar zu dritt drin!!

Ich glaube, sie ist froh, das sie jetzt ein schönes Leben hat. Das erste was sie getan hatte, nachdem ich sie aus dem Karton gesetzt hatte, war sich in der Erde zu wälzen. Sie legt jeden Tag ein braunes Ei mit weißen Punkten.

Gloria

Sieht irgendwie ein bisschen eingebildet aus, hat Angst vor allem und jeden und klebt der kleinen Frieda an den Fersen, da sie sich alleine nicht so gut zurecht findet. Mittlerweile frisst sie aber auch, wie alle anderen aus der Hand. Sie muss nur noch ein bisschen zutraulicher werden.


Jetzt lasse ich euch wie immer ein paar Bilder da! Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr auch Hühner? Oder andere Haustiere? Wir haben ja mittlerweile fast einen kleinene Bauernhof.

Hasen, Fische, Katze, Pferde und Hühner. Jetzt würden nur noch ein Hund, Kühe und Schweine fehlen <3 😀 oder Schlachthasen…

Die Hühner sind auf jeden Fall ein Schritt in Richtung selbstversorgung und wir haben so viele Eier zu Hause, dass wir wirklich keine mehr kaufen müssen.

Meine Schwester kümmert sich sehr gut um die Fünf und sie werden auch immer zutraulicher. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass wir ziemliche Wilde Hühner Fans sind?

Franziska wäre meiner Meinung nach eine Gute Kokoschka gewesen und Gloria wäre fast eine Ophelia oder Sprotte geworden. 😀

Macht´s schön gut, eure Rebecca 🙂

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